Veedels-Shirts

Unsere Shirts zu den Kölner Veedeln sind im Fach Grafikdesign als Gruppenarbeit zu den "passagen 2014" entstanden. Aufgrund des großen Erfolges setzen wir das Projekt fort. Schon jetzt könnt ihr bei uns vor Ort, telefonisch und bald auch online, die hier beschriebenen Motive bestellen!



Die Signets und ihre Bedeutung

Jedes Shirt trägt ein zum jeweiligen Veedel passendes Signet. Dieses nimmt jeweils Bezug auf geschichtliche, architektonische oder andere charakteristische Hintergründe des jeweiligen Stadtteils.

Altstadt

Altstadt

Die Hohenzollernbrücke ist übersät von unzähligen „Liebesschlössern“. Der Brauch, dadurch ewige Liebe zu besiegeln, stammt ursprünglich aus Italien. Üblich ist auch eine Gravur der Namen, ein Datum und das Wegwerfen des Schlüssels ins überbrückte fließende Gewässer. Seit Spätsommer 2008 sind die ersten „Liebesschlösser“ an der Kölner Hohenzollernbrücke angeschlossen, welche dadurch zu einem bekannten Ort des Brauches in Deutschland wurde.

Belgisches Viertel

Die Häuser aus der Zeit aus dem Umbruch vom 19. ins 20 Jahrhundert sind das bevorzugte Wohnambiente der Bewohner des Belgischen Viertels. Kennzeichnend sind dekorativ geschwungene Linien und flächenhafte florale Elemente. Das an eine Lilie erinnernde Symbol ist der Fassadendekoration der Häuser entnommen.

Chorweiler

Chorweiler

Köln-Chorweiler entstand in den 1970er Jahren als Beispiel der Städte- und Wohnungsbaupolitik. Die „Neue Stadt“ besticht architektonisch durch ihre Grundidee: die Skyline. Im Süden entstehen niedrige Bauten,  im Zentrum Hochhäuser mit bis zu 30 Stockwerken und im Norden nimmt die Höhe der Gebäude wieder ab. Das Ergebnis ist die höchste Plattenbausiedlung Nordrhein-Westfalens. Chorweiler besticht durch multikulturelles Leben und gilt als sozialer Brennpunkt. Arbeitslosigkeit und Kriminalität sind in diesem Stadtteil besonders hoch.  Die vier Kreise beschreiben in ihrer Anordnung die Negativform eines Schlagrings oder können als Zusammenhalt innerhalb einer Gruppe interpretiert werden.

Deutz

Deutz

Deutz war lange Zeit eigenständig und wurde 1888 in die Stadt Köln eingemeindet. Lange war es ein wichtiger Industriestandort. In den stillgelegten Indrustriehallen haben sich heute viele kulturelle Projekte etabliert. Auch als Knotenpunkt wichtiger Bahnlinien fungiert es sozusagen als Zahnrad.

Ehrenfeld

Ehrenfeld

Das Straßenbild von Ehrenfeld wird durch die für dieses Veedel typischen Dreifensterhäuser geprägt. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts war diese Form von Wohnhaus sehr verbreitet  im Rheinland. Aneinandergereiht gibt es die schmalen Häuser mit und ohne Anbau sowie mit unterschiedlicher Fassadendekoration. Die maximal 6,28 m breiten Behausungen waren damals von Steuerabgaben befreit. Die drei Rechtecke nehmen Bezug auf diese besondere Bauweise.

Kalk

Kalk

Die Faust steht für die Arbeiterfaust, die zur Zeit des Nationalsozialismus Zeichen der Arbeiterbewegung war. Die Arbeiterklasse wird mit Kalk verknüpft, da es als Industrieveedel Kölns gilt. Das Bauerndorf Kalk wuchs innerhalb von 17 Jahren von 96 auf 1800 Einwohner an und wurde 1860 zum Industriestandort mit dem Schwerpunkt auf chemischer und metallverarbeitender Industrie. Kalk zählte zu den größten Industriestädten Preußens; seine Erzeugnisse der eisenverarbeitenden Industrie waren weltweit bekannt.

Mülheim

Mülheim

Die Inspiration für das Mülheimer Signet ist das Karnevalslied „Heidewitzka, Herr Kapitän“ von 1936. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Lied bei einem Besuch Bundeskanzler Konrad Adenauers in Chicago gespielt, da die Bundesrepublik zu diesem Zeitpunkt noch keine Nationalhymne hatte. Daneben gilt die Fronleichnamsprozession in Köln-Mülheim, bezeichnet als „Mülheimer Gottestracht“, als eine Besonderheit, da sie nicht nur zu Land, sondern auch mit Schiffen auf dem Rhein durchgeführt wird.

Müngersdorf

Müngersdorf

Müngersdorf ist stolzer Fußball-Mittelpunkt von Köln. Jeder Ballsportbegeisterte Jeck pilgert jedes zweite Wochenende zum dort ansässigen Rheinenergie Stadion, um dem 1. FC Köln in vollem Enthusiasmus zuzujubeln, wie gut oder schlecht das Ergebnis auch ausfallen mag.  Was kam da anderes als Symbol für das Veedel T-Shirt von Müngersdorf in Frage, als das Maskottchen des hiesigen Clubs, genannt Hennes der VIII. Aufgrund einer Idee von Zirkusdirektor Johann Thelen, wurde dem FC 1950 während einer Karnevalssitzung im Zirkuszelt,  ein junger Geißbock von Zirkusprinzipalin Carola Williams übergeben. Dieser wurde kurz darauf nach dem damaligen Trainer Hennes Weißweiler benannt.

Nippes

Nippes

Als einziger in Köln ist der Markt in Nippes auf dem Wilhelmplatz sechs Tage in der Woche geöffnet. Hier gibt es zwar keine goldenen Kohlköpfe zu erwerben, aber dafür findet sich der „Goldene Kappes“ – die traditionsreiche Gaststätte – in unmittelbarer Nähe.

Südstadt

Südstadt

In der Kölner Südstadt ist nicht nur das einzigartige IFAG! Institut für Angewandte Gestaltung beheimatet sondern auch zahllose Künstler, Schauspieler und Kreative. Man ist hier gleichgesinnt. „Arsch huh, Zäng ussenander“ (Arsch hoch, Zähne auseinander) ist das Motto einer Kampagne gegen rechte Gewalt. Seit 1992 bis heute versammeln sich Menschen, um gegen Rassismus und Neonazis zu demonstrieren. So wurden u. a. bereits Treffen von rechtsextremistischen Organisationen verhindert. Das Ausrufezeichen steht nicht nur sinnbildlich für das IFAG-Institut, sondern ist auch Aufruf zu kritischer Mündigkeit.

Südstadt 2

Die Südstadt ist auch Heimat vieler junger Familien. Junge Mütter flanieren mit ihren schicken Kinderwägen die zahlreichen grünen Inseln.

Sülz

Sülz

Die Eifelwasserleitung – auch Römerkanal oder Römische Wasserleitung nach Köln genannt – war eines der längsten Aquädukte des römischen Imperiums und gilt als größtes antikes Bauwerk nördlich der Alpen. In Sülz ist ein solches Bauwerk zu finden.

Ursula-Viertel

Die Heilige Ursula war die einzige Überlebende von angeblich 11.000 Jungfrauen, die auf der Rückreise von einer Pilgertour auf dem Rhein von den Hunnen getötet wurden. Ursula wurde verschont, da sich der Prinz der Hunnen in sie verliebte. Als jedoch seine Liebe unerwidert blieb, tötete er sie durchen einen Pfeilschuss. Die elf Tränen auf dem Kölner Wappen erinnern an diese Geschichte.